Neben dem idyllischen Limni mit seinen zahlreichen Tavernen gibt es ungezählte Möglichkeiten, interessante und malerische Orte zu erkunden: Gastliche Klöster mit idyllischen Gärten, einsame Buchten, Pinienwälder und Berge mit schroffen Felsen und kristallklaren Bächen.
In den heißesten Heilquellen Europas, im Kurort Loutra Aedipsóu, haben schon Aristoteles, Plutarch und Sulla Linderung ihrer Arthritis gesucht. Einige der 86 Grad Celsius heißen Quellen (Kochsalz, Jod, Brom, schwefelsaures Magnesium, Chlorkalk, Kohlensäure) münden ins Meer und sind dort für jung und alt zugänglich.
Für Liebhaber von Bergwanderungen mit herrlichen Ausblicken bieten sich viele der bis zu 1750 Meter hohen Berge an. Am nächsten liegt der mächtige Kandili direkt vor unserer Haustür. Empfehlenswerte Ziele für Wanderungen sind z.B. das Kloster des Hosios David nahe Roviés mit den nahen Wasserfällen von Drimonas und dem Aussichtsberg Xiron Oros, zu dem ein wunderbar angelegter Waldweg führt. Schluchtenfreunde sollten nicht versäumen, die ca. 3 km von Agia Anna entfernt liegende, nach einer griechischen Freiheitskämpferin benannte Boulovinänaschlucht aufzusuchen. Diese und weitere Ziele sind in dem in unserer kleinen Bibliothek stehenden Buch „Die Entdeckung Euböas“ beschrieben.
Von Pefkí aus kann man mit dem Tragflügelboot Skiathos und die anderen Sporaden schnell erreichen. Chalkida ist eine quirlige Stadt mit einem bunten Markt und der alten Brücke über die berühmt-berüchtigte Meerenge, die Euböa vom Festland trennt.. Die Strömung ist gefährlich und der Grund dafür konnte weder damals von Aristoteles noch von der modernen Wissenschaft gänzlich geklärt werden. Die Strömungsverhältnisse wechseln unregelmäßig bis zu siebenmal pro Tag und Schiffe dürfen nur bei günstigen Gezeiten die Enge durchfahren.
Aristoteles soll sich 322 v. Chr. ins Meer gestürzt haben, nachdem er sich vergeblich über dieses Phänomen den Kopf zerbrochen hatte.